Psoriasis Arthritis

Bei der Arthritis bzw. Arthropathia psoriatica entstehen neben der Hautproblematik zusätzliche Einschränkungen des Bewegungsapparates durch Gelenkentzündungen, Sehnenansatzreizungen bzw. – entzündungen sowie durch den häufigen entzündlichen Befall der Wirbelsäule und / oder des tiefen Kreuzes (Iliosacralgelenke). Diese Wirbelsäulenbeteiligung zeigt viele Parallelen zum Erscheinungsbild des M. Bechterew. Die Arthritis psoriatica wird den Spondylarthropathien zugerechnet. 

Die Effektivität der Gasteiner Radonthermalstollen-Behandlung ist gerade bei Spondylarthropathien sehr gut wissenschaftlich belegt. Für die Effektivität bei M. Bechterew verfügen wir über mehrere kontrollierte Studien, die den langfristigen schmerzlindernden Effekt inkl. Schmerzmitteleinsparung über 9-12 Monate nach Therapie aufzeigen und weiter eine Verbesserung des Funktionsstatus und der Lebensqualität belegen.
Wenn die Gelenkentzündungen im Vordergrund stehen, so sollte bei hochakuten Zuständen zuerst die medikamentöse Einstellung (einschl. einer evtl. nötigen Basistherapie) erfolgen. Nach Abklingen der hoch-akuten Entzündungs-Phase ist zur Beschwerdelinderung eine Radonthermalstollen-Behandlung sinnvoll.

Nicht nur die Wirbelsäulen- und Gelenksymptomatik, sondern auch die  psoriatischen Hauterscheinungen zeigen in den Monaten nach der Behandlung erfahrungsgemäß eine ausgesprochen positive Reaktion. Es ist bekannt, dass allein die Hyperthermie schon einen stabilisierenden Effekt auf die reinen Hauterscheinungen bei Psoriasis hat, dieser potenziert sich durch die Radonexposition der Haut.
So ist der Einsatz der Gasteiner Radon-Thermalstollen-Behandlung bei Arthritis psoriatica im Rahmen eines bewegungstherapeutischen Komplexprogrammes medizinisch sinnvoll und indiziert.

Prim. Univ. Doz. Dr. med. Bertram Hölzl
Ärztlicher Leiter