Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) bzw. bei Spondyloarthritis
Beim M. Bechterew (Spondylitis ankylosans) stehen – anfangs mehr entzündlich, im weiteren Verlauf zunehmend statisch bedingte – Schmerzen im Bereich des Achsenskelettes, des Brustkorbes, der Sehneninsertionen und teilweise auch der Gelenke im Vordergrund. Konsequente Schmerzmedikation ist oft nötig, entsprechend ist das Risiko von Nebenwirkungen durch diese Medikamente (NSAR) erhöht. Langfristig droht zusätzlich zur chronischen Schmerzbelastung eine Einsteifung
und fixierte Fehlhaltung der Wirbelsäule mit starker Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen.
Der Behandlungserfolg einer komplexen Rehabilitationsmaßnahme lässt sich bzgl. Ausmaß und Dauer nachweisbar steigern, wenn zusätzlich Radon-Thermalstollentherapie verabreicht wird. Das zeigten 2 kontrollierte Studien auf: anhaltende Schmerzlinderung bis zu 9 Monate nach Therapie, Schmerzmitteleinsparung bis zu 12 Monate lang, außerdem Funktionsbesserung.
In einer randomisierten kontrollierten klinischen Studie unter Federführung der Universität Maastricht wurde ein deutlicher Vorteil durch den Einsatz der Gasteiner Heilstollenbehandlung im Rehabilitationsprogramm bei Morbus Bechterew aufgezeigt: Funktionsstatus (BASFI), Schmerzstärke und Krankheitsaktivität (BASDAI) sowie Lebensqualität (QUALY) wurden anhaltend bis zu 40 Wochen nach der Behandlung verbessert, wenn zusätzlich zum krankengymnastischen Übungsprogramm und weiteren physikalischen Maßnahmen die Heilstollentherapie durchgeführt worden war. In dieser Studie wurde auch ein sozioökonomischer Nutzen der Heilstollentherapie nachgewiesen: Im Vergleich zu den Kosten der mit Heilstollentherapie kombinierten Rehabilitation waren zur Erreichung eines definierten Funktionsgewinns (BASFI) bzw. Gewinns an Lebensqualität (QALY) etwa doppelt so hohe Kostenaufwendungen notwendig, wenn die Rehabilitationsmaßnahme keine Heilstollenbehandlungen einschloss.
Rechnet man nun den Medikamenteneinspareffekt noch hinzu, einschließlich der vermiedenen Nebenwirkungen und Komplikationen (insbesondere durch NSAR), so ergibt sich sowohl aus Patienten-Sicht als auch aus Kostenträger-Sicht ein weiterer Vorteil durch den zusätzlichen Einsatz der Thermalstollentherapie bei M. Bechterew.
Der Therapieeffekt ist bei Spondyloarthritis analog desjenigen bei M. Bechterew zu sehen.
Die Mehrzahl der Patienten bestätigt die oben genannten Effekte auch aus der persönlichen Sicht, vor allem die deutliche Beschwerdelinderung für etwa 9 Monate im Anschluss an die übliche 3- bis 4-wöchige Behandlung mit 10 bis 12 Einfahrten in den Heilstollen. In dieser Phase bestehen weniger Arbeitsausfallstage und ein verminderter Bedarf an NSAR. Mit dieser Vorgehensweise ist die bestmögliche Beschwerdelinderung für den Patienten, die größtmögliche Verbesserung der Lebensqualität des Patienten und zugleich eine sehr gute Kosten-Nutzen-Relation für den Kostenträger zu erreichen.
Prim. Univ. Doz. Dr. med. Bertram Hölzl
Ärztlicher Leiter
und fixierte Fehlhaltung der Wirbelsäule mit starker Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen.
Der Behandlungserfolg einer komplexen Rehabilitationsmaßnahme lässt sich bzgl. Ausmaß und Dauer nachweisbar steigern, wenn zusätzlich Radon-Thermalstollentherapie verabreicht wird. Das zeigten 2 kontrollierte Studien auf: anhaltende Schmerzlinderung bis zu 9 Monate nach Therapie, Schmerzmitteleinsparung bis zu 12 Monate lang, außerdem Funktionsbesserung.
In einer randomisierten kontrollierten klinischen Studie unter Federführung der Universität Maastricht wurde ein deutlicher Vorteil durch den Einsatz der Gasteiner Heilstollenbehandlung im Rehabilitationsprogramm bei Morbus Bechterew aufgezeigt: Funktionsstatus (BASFI), Schmerzstärke und Krankheitsaktivität (BASDAI) sowie Lebensqualität (QUALY) wurden anhaltend bis zu 40 Wochen nach der Behandlung verbessert, wenn zusätzlich zum krankengymnastischen Übungsprogramm und weiteren physikalischen Maßnahmen die Heilstollentherapie durchgeführt worden war. In dieser Studie wurde auch ein sozioökonomischer Nutzen der Heilstollentherapie nachgewiesen: Im Vergleich zu den Kosten der mit Heilstollentherapie kombinierten Rehabilitation waren zur Erreichung eines definierten Funktionsgewinns (BASFI) bzw. Gewinns an Lebensqualität (QALY) etwa doppelt so hohe Kostenaufwendungen notwendig, wenn die Rehabilitationsmaßnahme keine Heilstollenbehandlungen einschloss.
Rechnet man nun den Medikamenteneinspareffekt noch hinzu, einschließlich der vermiedenen Nebenwirkungen und Komplikationen (insbesondere durch NSAR), so ergibt sich sowohl aus Patienten-Sicht als auch aus Kostenträger-Sicht ein weiterer Vorteil durch den zusätzlichen Einsatz der Thermalstollentherapie bei M. Bechterew.
Der Therapieeffekt ist bei Spondyloarthritis analog desjenigen bei M. Bechterew zu sehen.
Die Mehrzahl der Patienten bestätigt die oben genannten Effekte auch aus der persönlichen Sicht, vor allem die deutliche Beschwerdelinderung für etwa 9 Monate im Anschluss an die übliche 3- bis 4-wöchige Behandlung mit 10 bis 12 Einfahrten in den Heilstollen. In dieser Phase bestehen weniger Arbeitsausfallstage und ein verminderter Bedarf an NSAR. Mit dieser Vorgehensweise ist die bestmögliche Beschwerdelinderung für den Patienten, die größtmögliche Verbesserung der Lebensqualität des Patienten und zugleich eine sehr gute Kosten-Nutzen-Relation für den Kostenträger zu erreichen.
Prim. Univ. Doz. Dr. med. Bertram Hölzl
Ärztlicher Leiter