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Die besten Erfolge können bei entzündlichen
und nicht-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen
erzielt werden. Patienten mit Morbus Bechterew
berichten zu 80 bis 90 % von einer Schmerzreduktion
nach der Heilstollentherapie (mit 8-12 Einfahrten).
Schmerzlindernde Medikamente werden anhaltend reduziert
oder teilweise ganz abgesetzt. Der Kurerfolg in seinem
vollen Ausmaß ist nicht während der Kur,
sondern erst nach etwa 4-8 Wochen zu erwarten. Diese
Besserung hält dann etwa 6 bis 9 Monate an. Patienten
mit rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis)
berichten über einen ähnlichen Verlauf nach
der Kurbehandlung. Die Erfolge sind steigerbar, wenn
die Stollentherapie kombiniert wird mit einem erweiterten
physiotherapeutischen Programm.
Bei Patienten mit Arthrosen (degenerative
Veränderungen der Gelenke) oder mit Wirbelsäulenbeschwerden
(degenerativ oder durch Bandscheibenschaden bedingt),
ist eine Besserung oft schon nach 4-6 Einfahrten zu
erreichen. Die Stollenbehandlung und zusätzliche
Anwendungen führen zu einer Lockerung der Muskulatur
(und damit Schmerzlinderung) und einer verbesserten
Beweglichkeit. Unter der kompetenten Anleitung durch
die Physiotherapeuten können Bewegungsübungen,
Muskelaufbautraining und günstige sportliche Übungen
für die spätere selbständige Anwendung
zu Hause erlernt werden, um den langfristigen Erfolg
abzusichern. Die Schmerztherapie wird ganzheitlich unterstützt
durch zusätzliche Angebote aus der Traditionellen
Chinesischen Medizin.
Die Gasteiner Heilstollen-Kur ist auch
bestens geeignet zur Behandlung von Atemwegserkrankungen,
zum Beispiel Asthma bronchiale und chronischer
Bronchitis sowie chronische Sinusitis. Die
warme, feuchte und staubfreie und allergenfreie Luft
des Heilstollens sind in Verbindung mit der unmittelbaren
Radoneinwirkung am Atemtrakt verantwortlich für
die positive Wirkung. Die Lungenfunktion verbessert
sich, der Gebrauch von broncholytischen Sprays wird
reduziert, die Anfallshäufigkeit sinkt. Spezielle
Allergien sollten bei der Planung der Kur berücksichtigt
werden, um die optimale Jahreszeit (z.B. ohne Pollenflug)
auszuwählen und damit den Kurerfolg zu steigern.
Auch Hauterkrankungen wie die
Psoriasis (Schuppenflechte), die Neurodermitis
und sogar frühe Stadien der Sklerodermie
reagieren ausgesprochen positiv auf die Heilstollentherapie.
Immer dann, wenn es um Schmerzen am
Bewegungsapparat und/ oder um Störungen des Immunsystems
geht,
ist die Heilstollentherapie prinzipiell sinnvoll.
Neben den genannten Indikationen gibt
es eine Vielzahl weiterer Erkrankungen, bei denen die
Patienten im Einzelfall über erstaunliche Besserungen
nach der Heilstollenkur berichten. Diese umfassen u.a.
den M. Boeck (chronische Sarkoidose), die MS (Multiple
Sklerose), allgemeine Infektanfälligkeit sowie
hormonelle und vegetative Störungen.
Eine zunehmende Zahl von Kurgästen
führt die Heilstollenkur auch vorbeugend zur
Immunstabilisierung, Vitalisierung und zur Verbesserung
des allgemeinen Wohlbefindens durch.
Kinder mit Asthma bronchiale und Neurodermitis
können im Heilstollen behandelt werden, wenn die
übliche Behandlung keinen befriedigenden Erfolg
gebracht hat bzw. wenn die notwendigen Medikamente (insbesondere
langfristig Cortison) zu nebenwirkungsreich sind. Die
Indikationsstellung zur Heilstollenkur sollte mit dem
behandelnden Kinderarzt besprochen werden.
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