Gasteiner Heilstollen
 
 
 
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Geschichte des Gasteiner Heilstollen

Entstehung des Gasteiner Heilstollens

Das Gebiet zwischen Sonnblick und Ankogel - im Herzen von Österreich - nur 100 km
von Deutschland und Italien entfernt - ist schon seit den Römerzeiten als das fündigste Erzgebiet der Alpen bekannt. Der Gold- und Silberbergbau hatte seine Hochblüte im 16. und 17. Jahrhundert, verlor aber dann an Bedeutung.

Als man zu Beginn des 2. Weltkrieges versuchte, den Goldbergbau in diesem Gebiet
zu reaktivieren, dachte man natürlich auch an den Radhausberg, auf dem große Schutthalden, Ruinen und Knappensiedlungen sowie mehr als 50 verfallene Stollen-
mundlöcher noch Zeugnis von einem intensiven Bergbau in früheren Zeiten gaben.

1940 wurde mit einer neuen Stollenführung versucht, die alten Erzgänge zu unterfahren, um so wieder auf fündige Gangklüfte zu stoßen. In dieser Hinsicht war der Paselstollen jedoch eine Enttäuschung. Man machte aber einige interessante Endeckungen, die nach dem Krieg zu einer wissenschaftlichen Erforschung des Stollens führten.

Es wurde nämlich festgestellt, dass in einem bestimmten Teil des Berges hohe Gesteinstemperaturen bis 44 °C auftraten und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschte. Außerdem gaben viele beim Stollenbetrieb beschäftigte Bergarbeiter an, ihre rheumatischen Beschwerden, entzündlichen oder durch Verschleiss bedingten Gelenksprobleme, aber auch Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale und selbst Hauterkrankungen während der Arbeiten im Stollen verloren zu haben. Schnell sprach sich dieses ganz andere "Tauerngold" herum.

Ab 1946 wurden daher umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen durch die Universität Innsbruck durchgeführt, die außer der hohen Wärme (bis zu 41 °C) und Luftfeuchtigkeit (bis zu 100 %) auch den Radongehalt in der Stollenluft als Wirkungsfaktor erbrachten.

In einem Gutachten der Universität Innsbruck (Prof. Scheminzky und Prof. Hittmair) kam man 1951 übereinstimmend zu dem Urteil, dass der Behandlung im Stollensystem von Gastein ein Heilwert zuzusprechen ist, welcher dem der Badekuren gleichkommt, bei einer beachtlichen Anzahl von Kranken aber den Wert aller bisher gebräuchlichen - auch der modernsten - Behandlungsmethoden übertrifft.

1952 wurde die Heilstollen Betriebs Ges.m.b.H gegründet und 1954 das erste Stollenkurhaus erbaut. 1970 bis 1971 wurde dieses dann erweitert, bis dann 1989 die Heilstollen Betriebsgesellschaft das Kurhaus im heutigen Bauzustand eröffnen konnte.


Geschichte des Heilstollens in Gastein
   
 
 
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